Änderungen

Wechseln zu: Navigation, Suche
Hinweis: sunset
'''<span style="color:darkred;"> Der Beschluss hat mit dem 31.12.2018 sein Gültigkeit verloren (siehe [[Sunset-Klausel]]). Zur Beruflichen Orientierung gibt es weitere Beschlüsse in der [[:Kategorie:Berufs- und Studienorientierung]]</span>'''
 
=Ist-Stand=
Hauptziel der schulischen Ausbildungeines jeden Schülers ist es, durch die Vermittlung der notwendigen Fähigkeiten und des benötigten Wissens auf das spätere Berufsleben vorzubereiten. Berufs-und Studienorientierung ist ein wichtiger Bestandteil der Schulausbildung, da sie gezielt auf die Individualität der Schüler eingeht und mögliche Wege der späteren Berufslaufbahn anhand dieser individuellen Kompetenzen aufzeigt.Momentan ist die Berufs-und Studienorientierung (BO/StO) an vielen sächsischen Schulen nur ein Randthema und stellt in den meisten Fällen keine kontinuierliche Begleitung des Schülers auf seinem Weg zur Berufs-und Studienwahlkompetenz dar. Es gibt große Unterschiede bei der Realisierung. Einige Schulen betreiben herausragende Projekte, andere Schulen bieten kaum Optionen.Während an vielen Mittelschulen im Freistaat gute Projekte und Konzepte den Schülern die BO/StO erleichtern, gibt es besonders an den Gymnasien großen Nachholbedarf. Das führt vor allem bei Abgängern ohne Abitur zu großen Herausforderungen den richtigen Weg inder Berufslaufbahn einzuschlagen. In den Städten ist das Angebot an außerschulischen Partnern in der Regel sehr hoch, wodurch feste Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen, Hochschulen oder sozialen Einrichtungen weniger stark vertreten sind. Im ländlichen Raum hingegen haben feste Kooperationen einen höheren Stellenwert. Der Wille zur Öffnung gegenüber außerschulischen Partnern ist trotz positiver Beispiele bei vielen Schulen nicht zu sehen.Durch ein Überangebot an Informationen zum Thema BO/StOwerden die Schüler und Lehrer belastet. Eine Koordinierung der Projekte und Maßnahmen ist nicht zu finden. Teilweise werden den Schülern gleiche Schwerpunkte und Inhalte durch unterschiedliche Anbieter vermittelt. Ein Qualitätsmanagement von Maßnahmen derBO/StO ist an den meisten Schulen und bei den Projekten nicht bzw. unzureichend vorhanden, deswegen gehen Angebote an den tatsächlichen Bedürfnissen der Schüler vorbei. Viele Projekte werden zudem durch den Europäischen Sozialfond (ESF) finanziert und sind somit nicht langfristig angelegt, es mangelt an festen Strukturen. Derzeit verlassen jährlich 10% der sächsischen Schüler die Schule ohne einen Schulabschluss. Diese haben keine Chance auf dem Arbeits-und Ausbildungsmarkt und finden sich perspektivlosim Teufelskreislauf des Sozialsicherungssystems wieder. Dies ist nicht nur volkswirtschaftlich gesehen sehr teuer, sondern für die Betroffenen ein schwerwiegendes Schicksal.<br>

Navigationsmenü